Feuerwehr Kirchhorst 
- mitten im Dorf -

Übungsdienste

Jeden Mittwoch Abend (ab 19:30 Uhr) ist unser Übungsdienst. Gelegentlich Theorie, primär findet aber praktische Ausbildung statt, denn Ausprobieren und Machen prägt sich besser ein. Hier findest Du Berichte vieler unserer letzten Übungsdienste.

27.06.2018 - Halbjahresabschluss

Wie jetzt schon seit einigen Jahren Tradition, findet an einem der letzten Dienstabende des ersten Halbjahres unser Halbjahresabschluss statt. Nachdem das kleine Kubb-Turnier im vergangenen Jahr für viel Spaß gesorgt hatte und „Die Smoker" unbedingt ihre Titelverteidigung antreten wollten, bauten wir also wiederholt das Kubb-Spielfeld auf und schmissen den Grill an. Bei Würstchen und leckeren mitgebrachten Salaten stärkten wir uns, bevor insgesamt fünf Mannschaften à vier Personen zu insgesamt zehn Spielen antraten. Man sagt ja gerne „große Fresse geht schief", und genau an dem Tag zeigte uns die deutsche Nationalmannschaft ja leider auch, dass eine Titelverteidigung gar nicht mal so einfach ist – aber: "Die Smoker" zogen ihr Ding durch und gewannen wieder alle (!) ihre Spiele! Respekt und Anerkennung für diese Leistung! Für Aufmerksamkeit und Lacher sorgte dann aber doch eher ein anderes Team: der Schlachtruf und Name des Teams "Erstmal zu Penny" schallte bei jedem guten Wurf oder Sieg über das Feuerwehrgelände und entwickelte sich zum Running-Gag. Videobeweis liegt vor! :-) An dieser Stelle noch schnell ein Dank an die Grillmeister Sven und Timo sowie an alle fleißigen Salatgurken. Ihr seid spitze!

1. Platz – Die Smoker – Denise, Klaus, Sven G. , Timo  -  2. Platz – Erstmal zu Penny – Lars, Meike, Nicole, Oliver  -  3. Platz – Die Klanghölzer – Eddie, Joceline, Jörn, Justin  -  4. Platz – Die Möhren – Maurice, Ricarda, Svenja, Tesja  -  5. Platz – Pink Panther – Peter, Sinan, Sven S., Thorsten

 

06.06.+13.06.2018 - Technische Hilfeleistung (TH)

 

Bei diesen beiden Übungsdiensten stand wieder TH auf dem Plan. Viele Fälle davon sind Kfz-Unfälle. Und so haben wir unter Anleitung von Maurice am ersten Abend noch einmal alle bisher bekannten Rettungstechniken durchgesprochen (also wie ein Fahrzeug gesichert, stabilisiert und geöffnet wird) und dann eine Fahrzeugsicherung auch gleich praktisch durchgeführt.

Dazu wurde der Ablageplatz aufgebaut und dann unser Tanklöschfahrzeug auf die Böschung zur Übungswiese gestellt.

Der Tanker sollte so gesichert werden, dass er sich beim Lösen der Feststellbremse keinen Zentimeter bewegt. Nicht so einfach bei 9,5 Tonnen Gesamtmasse in Schräglage. Mit Radkeilen, Spanngurten und dem Mehrzweckzug war es dann aber doch schnell und fehlerfrei aufgebaut. Tatsächlich hat sich der Tanker dann nicht mehr bewegt. Ziel erreicht.

Am zweiten Dienstabend wurde dem schon lange bei uns geparkten, durchgerosteten Ford Ka auf's Blech gerückt.

Zunächst kam - auch für unsere drei neuen Kameraden - die Gefahren und die notwendige Schutzbekleidung im Detail zur Sprache. Dann haben Wassertrupp und Schlauchtrupp den Ablageplatz aufgebaut und den Brandschutz sichergestellt. Es wurde zur Wiederholung zunächst das Fahrzeug gesichert und stabilisiert, damit es weder wankt noch wegrollt, wenn man dran arbeitet.

Als nächstes sollte der Angriffstrupp (Sven G. und Peter) eine neue Schnitttechnik (partielle Dachöffnung) ausprobieren, die Maurice vorher erläutert hatte. Dabei wurde eine Seitentür auf der Bänderseite geöffnet und das Dach sowie die Frontscheibe etwa zur Hälfte ausgesägt, um eine große Rettungsöffnung zu haben, wenn es mal sehr schnell gehen muss oder die Fahrzeugkabine stark verformt ist. Hat prima geklappt. Wie meistens bei technischer Hilfeleistung entscheidet die vorgefundene Situation darüber, wie man vorgeht - gut wenn man möglichst viele Schnitttechniken kennt.

Für unsere neuen Kameraden Eddie, Daniel und Jörn gab es dann die erste Gelegenheit, mit dem hydraulischen Rettungsgerät mal umzugehen. Sie durften unter erfahrener Anleitung anderer Kameraden dem Ford Ka den Rest geben und die anderen Türen und Säulen spreizen und zerschneiden und die Frontscheibe zersägen.

Nach dem Aufräumen und Zusammenpacken gab's dann zur Stärkung noch Toast-Hawaii und wohlverdiente kühle Getränke.   [PS]


09.06.2018 - Infonachmittag für die Empfänger der Löschkübel

Nachdem die Empfänger der Löschkübel eine Woche Bedenkzeit hatten, waren wir bis heute sehr gespannt, wie viele Mitbürger unserer Einladung folgen und sich die Kameraden und Gerätschaften mal ansehen würden. Und tatsächlich kamen bei ziemlicher Hitze auch etwa 20 interessierte Besucher, mit denen wir über das Engagement bei der Feuerwehr sprechen konnten.

Zum Anfassen hatten wir mehrere Stationen aufgebaut und wollten die Mitbürger mal selbst Hand anlegen lassen: Mit Schere und Spreizer Holz stapeln oder zerschneiden, Schlauchkegeln und mit einem scharfen Wasserstrahl gefüllte Eimer vom Tisch wegfegen. Nebenbei wurden viele Fragen zu den Fahrzeugen und zum Feuerwehrdienst beantwortet.

Schönes Resultat: neben 9 Beitritten zur Feuerwehr als Fördermitglied konnten wir auch drei Eintritte in die Aktivenabteilung verzeichnen! Freudige Gratulation! Einer von ihnen war sogar schon am Mittwoch zum regulären Übungsdienst gekommen, weil er es bis zum heutigen Samstag einfach nicht mehr ausgehalten hat. Weitere Interessenten wollten überlegen, wie sie ihre anderen Verpflichtungen mit einem Dienst bei der Feuerwehr vereinbaren können. Kleiner Wermutstropfen: auch wenn wir uns sehr über die Neuzugänge freuen, reicht das noch nicht aus, um die Lücke zur Sollstärke auszufüllen - es fehlen immer noch mindestens vier Kameraden. Hoffen wir, dass noch weitere Kirchhorster den Weg zum Feuerwehrhaus finden. Gern an jedem Mittwoch Abend ab 19:30 Uhr.  [PS]

 

02.06.2018 - Löschkübel wurden verteilt

Das war heute kein Übungsdienst, auch wenn wir viele rote Fahrzeuge bewegt haben. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr, die uns hervorragend unterstützt hat, haben wir 500 Löscheimer an die Kirchhorster verteilt, die vom Alter her aktive Feuerwehrfrauen und -Männer werden können. Die Einwohner zwischen 20 und 50 hatten wir uns zum Ziel gesetzt. Wie schon hier geschrieben und auch in der Lokalpresse zu lesen, sind wir zu wenige Einsatzkräfte und erst recht über Tag zu dünn besetzt.

Um 13 Uhr sind wir in 6 Gruppen jeweils in ein Gebiet von Großhorst und Kirchhorst gefahren, dort von Haus zu Haus gegangen, haben an vielen Türen geklingelt und unser Geschenk mit erklärenden Worten übergeben oder davor abgestellt. Viele hatten schon in der Tagespresse von der bevorstehenden Werbungsaktion gelesen und waren gut informiert. So konnten wir auf dem Weg auch ein bereits einige Fördermitgliedschaften gewinnen - vielen Dank dafür!

Es gab durchaus auch interessierte Mitbürger, die gern am nächsten Samstag (09.06.2018) ins Feuerwehrhaus kommen wollen, um sich unsere Technik und die Feuerwehrleute näher anzusehen. Auch alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Wir werden keinen Tag der offenen Tür veranstalten, mit Bier, Bratwurst und Vorführungen, sondern zwischen 15 und 17 Uhr kurz und konzentriert für die Interessenten vorstellen, wer wir sind und was wir können. Ausprobieren wird ausdrücklich erlaubt sein!.

Nach dem Verteilen wurde mit den Jugendlichen, deren Eltern und Angehörigen bei Grillwurst und Salat der erfolgreiche Aktionstag lecker abgeschlossen. [PS]

 

30.05.2018 - Werkzeuge

Im heutigen Ü-Dienst ging es um die (Hand-) Werkzeuge, die wir auf dem LF8 mitführen. Da nicht alle Kameraden eine handwerkliche Ausbildung haben oder Hobbyschrauber sind, wurde es mal Zeit, sich mit dem Umgang von Schraubendrehern, Schlüsseln, Zangen, Sägen, Bolzenschneider, Elektrofuchsschwanzsäge und Trennschleifern zu üben. Unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit sollten Möglichkeiten und Leistungsgrenzen ausprobiert werden, damit es im Einsatz sicher funktioniert.

Zum Üben wurden verschiedene Metalle (Moniereisen, Schmiedestahl, Aluminium, V2A- und Kupferrohr) geschnitten, gesägt und geflext. Mit der Bügelsäge wurde schließlich einem Stück Kirschholzstamm und Kantholz zu leibe gerückt. Als kleine Challenge sollten Nägel (eigentlich Drahtstifte) in ein dickes Kantholz mit möglichst wenigen Schlägen einer Feuerwehraxt gerade eingeschlagen werden. Unser Übungsleiter Peter hatte zudem ein Hindernis aus verschiedenen Materialien (Holz, Stahl, Ketten, Acrylglas, PVC) zusammengeschraubt, das mit dem Werkzeug durchdrungen werden sollte. Unser Angriffstrupp fand mit Axt und Halligan-Tool eine noch schnellere Möglichkeit, die im Ernstfall eingesetzt wird, wenn für den materialschonenden Zugang keine Zeit mehr ist. Aufgabe (auch) gelöst. [PS]

 

23.05.2018 - Wir müssen etwas tun... und machen es auch!

Wir haben ein Problem. Dieses Problem hat nichts mit unseren Fahrzeugen zu tun, nichts mit unserer Ausbildung und auch nichts mit den Kameraden, die zu den Übungsdiensten und den Einsätzen kommen. Denn: wir sind nämlich einfach zu wenige Feuerwehrleute.

Seitdem ich vor 12 Jahren in die Feuerwehr Kirchhorst eingetreten bin, haben leider deutlich mehr Kameraden die Wehr verlassen, als dass neue Quereinsteiger eingetreten oder ehemalige Jugendfeuerwehrleute übergetreten sind. Die Gründe sind vielfältig. Natürlich gab es auch Mitglieder, die einfach keine Lust oder Zeit mehr hatten, in den meisten Fällen war es aber ein beruflich oder privat bedingter Wohnortwechsel, der den Austritt nach sich zog. Klar hat Kirchhorst auch ganz viele neue und junge Mitbürger gewonnen, nur finden diese noch nicht den Weg zu uns.

Das ist aus mindestens zwei Gründen sehr schade: Zum einen mangelt es uns an aktiven Einsatzkräften, was sich negativ auf unsere Möglichkeiten auswirkt, schnell und effektiv Hilfe zu leisten. Zum andern bemerkt unsere Zielgruppe, die Kirchhorster von 20 bis 50 Jahren, gar nicht, was ihr entgeht: Eintreten für eine sinnvolle Sache, Engagement für das Dorf, Spaß in einer intakten Gemeinschaft, technische und sportliche Herausforderungen und und und. Der zeitliche Aufwand ist durchaus überschaubar, wir treffen uns einmal pro Woche für ca. 2,5h. Wer mag, danach auch noch länger zum geselligen Austausch.

Gut, das Problem ist erkannt. Was machen wir nun dagegen? Wir werden am 02.06. versuchen, alle Kirchhorster zwischen 20 und 50 Jahren anzusprechen und bei ihnen Interesse für die aktive Mitarbeit in der Feuerwehr Kirchhorst zu wecken. Jeder Haushalt, der in unsere Zielgruppe fällt, erhält von uns einen „Löschkübel“. Wir wollen damit symbolisieren, was ist, wenn es nicht ausreichend Feuerwehrleute gäbe: Dann müßte wie früher jeder selber löschen. Natürlich wollen wir das nicht. Auch ist der Brandschutz in Isernhagen durch die Gemeinschaft der 8 Feuerwehren sichergestellt. Aber trotzdem fehlen uns aktive Mitstreiter. Darauf wollen wir hinweisen und zum Ausprobieren einladen. Wir wünschen uns, dass am 09.06. ab 15 Uhr zahlreiche interessierte Kirchhorster unsere Einladung annehmen und uns im Gerätehaus besuchen. Dort werden wir keinen Tag der offenen Tür mit Bratwurst und Bier veranstalten, sondern zeigen, wer wir sind, was wir machen und welche Ausrüstung wir haben. Reduce to the maximum, sozusagen.

Dafür haben wir heute fleissig „Löschkübel“-Aufkleber auf die Eimer geklebt und Einladungsschreiben zusortiert. Wenn wir dann am 02.06. bei Dir klingeln oder ein Eimer vor Deiner Tür auf Dich wartet, würden wir uns sehr freuen, wenn Du unsere Info-Einladung annimmst. Bis zum 09.06.!  - Arne Zilling, OrtsBM.

 

09.05.2018 - Atemschutznotfalltraining 2. Teil

Vor drei Wochen hatten wir in einem Theorieteil und ein paar praktischen Übungen den Atemschutznotfall durchgespielt. Heute stand dazu eine richtige Einsatzübung an, bei der uns die Kameraden Stefan Korte und Björn van Veen aus der FF Altwarmbüchen als Übungsleiter zur Seite standen. Sie sind Berufsfeuerwehrleute in Hannover und haben damit natürlich viel mehr praktische Erfahrung beim Atemschutzeinsatz als wir.

Im Übungsszenario war vom Angriffstrupp in einem verrauchte Gebäude das Feuer zu finden und zu bekämpfen, wieder einmal unter Nullsicht und diesmal mit angeschlossenem Pressluftatmer, allem nötigen Material und wassergefüllten Schläuchen. Leider war die Brandquelle am anderen Gebäudeende, so dass der Trupp viel Arbeit hatte, sich mit schwerem Schlauch an Hindernissen weit durchzukämpfen. Inzwischen hatte sich die Lage verändert: ein Kind wurde vermisst und konnte sich noch im Gebäude befinden. Ein zweiter Atemschutztrupp ging mit ähnlichem Material ohne Sicht zusätzlich ins Gebäude, beide Trupps begannen mit der Suche nach dem Kind. Als drittes Szenario wurde nun zusätzlich ein Kamerad bewusstlos - ein Atemschutznotfall war eingetreten, und es musste nach korrekter Mayday-Notfallmeldung der Sicherheitstrupp mit Schleifkorbtrage auch noch ins Gebäude vordringen. Da war schon ganz schön was los auf dem Funkkanal! Nun sollten schnellstmöglich der Kamerad und das Kind gerettet werden. Die sechs PA-Träger waren dieses Mal also besonders gefordert, aber selbst die draußen arbeitenden Kameraden und der Gruppenführer Arne fieberten mit.

Am Ende hat die Übung wegen der ausgezeichneten Teamkommunikation sehr gut funktioniert, und es gab viele lobenden Worte von den BF-Kameraden sowie zusätzliche Tipps zur weiteren Optimierung. Nach der Schlussbesprechung und dem Aufräumen gab es endlich die ersehnten Erfrischungen und leckere Hawaii-Toasts in geselliger Runde, um die Elektrolyte wieder in Schwung zu bringen. Der nächste Tag war ja glücklicherweise arbeitsfrei. [PS]
 

  • Der Angriffstrupp rüstet sich aus
    Der Angriffstrupp rüstet sich aus
  • Sicherheitstrupp ist einsatzbereit
    Sicherheitstrupp ist einsatzbereit
  • Raumabsuche ohne Sicht
    Raumabsuche ohne Sicht
  • Blind wie ein Maulwurf
    Blind wie ein Maulwurf
  • Viel los für die Atemschutzüberwachung
    Viel los für die Atemschutzüberwachung
  • Schlussbesprechung
    Schlussbesprechung
  • Tipps der Profis
    Tipps der Profis

02.05.2018 - FwDV7 Suchtechniken

Bei einem Gebäudebrand kann der vorgehende Trupp oftmals im Inneren vor Rauch nichts oder fast nichts sehen. Dennoch müssen zügig und routiniert die Räume abgesucht werden, denn Menschen oder Tiere haben im dichten Qualm kaum eine Überlebenschance. Aber auch die Brandbekämpfung von innen ist z.B. bei einem Zimmerbrand oft die wirkungsvollste Strategie.

Viele Gründe also, den Einsatz mit Atemschutz unter Nullsicht zu üben, wie wir das heute Abend wieder getan haben. Dazu waren in der Fahrzeughalle und im Mannschaftsraum jeweils ein Hindernisparcours aufgebaut und eine Person und verschiedene Gegenstände versteckt. Je ein Trupp unter PA im Kriechgang und mit zugeklebter Maske sollte die Dinge finden und die Person retten. Unser Übungsleiter Sven und einige erfahrene Kameraden haben Regie geführt, Tipps gegeben und die empfindliche Einrichtung geschützt. Sie haben sich bestimmt auch über die blinden Feuerwehrleute amüsiert, wenn sie systematisch mit Leine, Schlauchleitung, Bandschlinge und Feuerwehraxt den Raum absuchten und immer wieder irgendwo anrempelten oder hängen blieben. Aber dank Schutzkleidung, Handschuhen, Helm und Stiefeln waren alle ja gut gepolstert.

Unsere zu Rettende wurde von Ricarda gespielt, die herausgeführt oder ungalant herausgeschleift wurde, mal von zwei, mal von vier Kameraden - je nach Lage. Weil die Trupps auch oft eine Lagemeldung oder ihren Behälterdruck per Funk an die gespielte Einsatzleitung abgeben mußten, war es ein schweißtreibender Spaziergang. Trotzdem hat es allen Beteiligten viel Spaß gemacht und war wieder sehr lehrreich. In der Schlußbesprechung gab es dann noch ein paar Tipps und viel Lob für den guten Teamgeist und die zügige Abarbeitung. [PS]

 

25.04.2018 - Papiercontainer und Gartenlaube brennen bei Sonnenuntergang

Die erste Übung Nähe Kirchhorster See wurde in Windeseile abgearbeitet. Der Trupp vom Tanklöschfahrzeug begann direkt nach dem Eintreffen mit der Brandbekämpfung am Papiercontainer. Ein weiterer Angriffstrupp unter Atemschutz vom nachrückenden Löschgruppenfahrzeug übernahm indes mit kühlendem Löschwasser die Abriegelung zum fiktiv angrenzenden Gebäude. Justin war heute Abend für die Atemschutzüberwachung zuständig. Gar nicht so einfach, alles  im Blick zu behalten. Mit 10 Mann gut aufgestellt hätte ein tatsächlicher Brand hier heute wohl kaum eine Chance gehabt, resümierte Gruppenführer Lars Knoche schmunzelnd.

Zeit genug also sich in der Pause dem mittlerweile herrlichen Sonnenuntergang zuzuwenden. Nach einem kurzen Fotoshooting wurde unter der Leitung von Ortsbrandmeister Zilling eine weitere ähnliche Übung im Schilfgrund abgehalten.

Nach dem Saubermachen der benutzten Gerätschaften haben wir den Abend dann noch mit Getränken, Süßigkeiten dank Sinans Geburtstag und der 2. Halbzeit des Champions-League Halbfinals bei uns im Gerätehaus ausklingen lassen. [LK]

18.04.2018 - Safety first - Sicherheit im Atemschutzeinsatz

Sobald ein Angriffstrupp zur Brandbekämpfung oder zur Menschenrettung in ein Objekt vorgeht, sind die beiden Atemschutzgeräteträger erst einmal auf sich allein gestellt. Sie haben ihren Auftrag und ihr Material. Die anderen Einsatzkräfte und auch der Einsatzleiter sind nur per Funk zu erreichen. Unterstützung kann erst mit gewissem Zeitverzug nachfolgen.

Stefan erläutert den Inhalt der Sicherheitstrupptasche

Was passiert aber, wenn ein Atemschutzgeräteträger in einer Notlage sofort Hilfe benötigt, weil z.B. das Atemschutzgerät defekt ist, oder sich ein Truppmitglied verletzt hat? In einer giftigen Atmosphäre muss unverzüglich geholfen werden. Zu diesem Zweck muss immer der sogenannte Sicherheitstrupp am Objekt bereit stehen, der in einem Atemschutznotfall schnell eingreifen und Hilfe bringen kann.

Hilfe am Kameraden ohne Sicht

Mit Unterstützung von Stefan Korte von der Feuerwehr Altwarmbüchen haben wir heute den neuen Ausbildungsblock "Hilfe im Atemschutznotfall" eröffnet. Welche Hilfsmittel stehen dem Sicherheitstrupp zur Verfügung, was sind seine Aufgaben solange er nicht benötigt wird und wo stellt er sich auf? Diese und andere Fragen, die hoffentlich niemals lebenswichtig werden, haben wir erarbeitet und besprochen. Wichtigstes Hilfsmittel ist die Sicherheitstrupptasche. Darin transportiert der Sicherheitstrupp eine zusätzliche Atemluftflasche, Luftleitungen, Anschlüsse und Werkzeug, also alles Material, um einem verunglückten Kameraden schnell zu helfen.

Im Anschluss an den theoretischen Teil haben wir die Handhabung der Tasche geübt. Blind, wie in einem verrauchten Gebäude, aber ohne Flasche und Maske. Trotzdem kam bei jedem von uns Stress auf, denn selbst die blinde Öffnung der Tasche wurde zu einer echten Herausforderung. Und auch die wichtige Zusammenarbeit mit dem zweiten Truppmitglied muss geübt werden. Das Sprichwort mit dem "blinden Verständnis" füreinander hat nach dem Übungsdienst für uns eine ganz hohe Bedeutung gewonnen.

Gruppenführer Lars  und Atemschutzbeauftragter Sven planen zur Vertiefung weitere Dienste zu diesem Thema. [AZ]

 

07.03.2018 - FwDV 3 / 7 

Am heutigen Mittwoch lag der Schwerpunkt in der Ausbildung der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 und 7. Da das Wetter das erste Mal in diesen Jahr mitspielte und zum Rausgehen animierte, entschieden die Ausbilder Sven und Maurice, dies auch gleich zu nutzen. Die Idee war, mit 2 - 3 Löschübungen auf diejenigen, die da waren, einzugehen und ihre Positionen auszubilden.

Also wurde der Kamerad Olli weiter als Maschinist gefördert und zeitgleich ein Fahrertraining durchgeführt. Peter, der vor kurzen die AGT Ausbildung absolviert hat, konzentrierte sich zusammen mit Timo drauf, sich während der Fahrt mit PA auszurüsten und nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle das erste Rohr zur Brandbekämpfung vorzunehmen. Dann hatten wir noch Sinan und Justin: bei ihnen lag der Schwerpunkt als Wassertrupp darin, die Wasserversorgung herzustellen. Nach den drei durchgeführten Kurzübungen lief alles reibungslos und jeder wusste, was zu tun ist oder wo man noch etwas verbessern kann. [PS]

 

21.02. / 28.02.2018 Einweisungsfahrten - Wir investieren in unsere Sicherheit 

Drei Fahrzeuge der Fw Kirchhorst

Wir lesen es glücklicherweise nicht häufig in der Zeitung oder im Internet, aber wenn, dann ist es immer besonders tragisch: Ein Einsatzfahrzeug von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr verunglückt auf einer Einsatzfahrt. Egal, ob selbst verschuldet, oder in einen Unfall verwickelt: Kameraden sind auf dem Weg, Mitmenschen zu helfen und benötigen dann selber Hilfe.

Um sowohl im Einsatzfall aber auch während des normalen Übungsdienstes oder auf einer Transportfahrt unsere drei Fahrzeuge sicher beherrschen zu können, haben sich Gerätewart Maurice Fahsmann und Sicherheitsbeauftragter Klaus Schmidt in den vergangenen zwei Wochen zusammen mit den Aktiven mit dem Thema "Fahrzeugsicherheit" auseinandergesetzt. "Bei einer normalen Fahrt im PKW weiß ich, dass mir kein Fahrzeug Platz machen wird. Alle Verkehrsteilnehmer halten sich -hoffentlich- an die selben Regeln. Wie sieht es aber aus, wenn ich als Maschinist ein Löschfahrzeug mit Blaulicht und Martinhorn durch den Verkehr steuere? Auf welche Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer muss ich mich einstellen? Reagieren sie überhaupt? Verhält sich mein Einsatzfahrzeug so, wie ich es auch von meinem Privat-PKW gewohnt bin?" Mit diesen Fragen umriss Maurice in unserem gestrigen Dienst die besonderen Anforderungen und die hohe Verantwortung, die auf dem Maschinisten während einer Einsatzfahrt lastet. Er ist dafür verantwortlich, dass die Mannschaft gesund am Einsatzort ankommt und Hilfe leisten kann. Auf berechenbare Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer kann er sich dabei nicht verlassen.

Die theoretischen Dienste dienen als Grundlage für die nun folgenden Einweisungsfahrten auf unseren Löschfahrzeugen und dem MTF. Dabei werden wir zwischen "weißen" und "blauen" Berechtigungen unterscheiden: "Weiß" bedeutet, dass der Fahrer eine normale Einweisungsfahrt bei Klaus oder Maurice erfolgreich absolviert hat. "Blau" bedeutet, dass das Fahrzeug auch im erweiterten Anforderungsbereich einer Alarmfahrt bewegt werden darf. Hierzu müssen die Maschinisten natürlich neben den erforderlichen theoretischen und praktischen Fahrkenntnissen auch in der Lage sein, die Pumpen und weiteren Aggregate der Fahrzeuge sicher bedienen zu können. Das alles fällt ja auch in den Aufgabenbereich des Maschinisten.

Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass die Betreuerinnen und Betreuer unserer Jugendfeuerwehr geschlossen an den Diensten teilgenommen haben. Danke! Natürlich sind wir durch diese Maßnahmen nicht vor einem Unfall gefeit. Wir hoffen aber, dass wir durch die vertiefte Beschäftigung mit dem Thema "Sicher ankommen" einen wesentlichen Beitrag zu unserer eigenen und damit auch zur Sicherheit aller anderen Kirchhorster und Isernhagener leisten. [AZ]

31.01.2018 - Das volle Programm

Am heutigen Mittwochabend ließ uns das Wetter zwar im Stich, nicht aber das gute Miteinander der Feuerwehrkameraden. Bei nasskaltem Wetter hieß es um 19:45 Uhr ALARM. Gemeldet wurde ein Garagenbrand im Kirchhorster Schulweg. Schon während der Anfahrt zur Einsatzstelle ließ der Einsatzleiter Arne Zilling den Angriffstrupp mit Atemschutz ausrüsten. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich den Kameraden jedoch ein etwas anderes Szenario als erwartet: Die Garage stand tatsächlich in Brand, zudem wurden noch ein Vater sowie dessen Sohn vermisst. Die Menschenrettung wurde umgehend eingeleitet. Zwei Trupps unter Atemschutz suchten das Gebäude daraufhin ab. Der Junge wurde schlafend im Obergeschoss und der Vater im Brandraum, der Garage, gefunden. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr wäre der Mann wohl seiner Rauchvergiftung erlegen. Zum Glück alles nur ein Teil der Übung, welche die Kameraden Sven Gotthard und Lars Knoche ausgearbeitet hatten. 

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Nachdem das Equipment wieder auf den beiden zum Einsatz ausgerückten Fahrzeugen verstaut war, hieß es nach einer kurzen Verschnaufpause erneut ALARM. Diesmal wurde eine eingeklemmte Person an gleicher Stelle im Schulweg gemeldet. Erneut übernahm Arne die Einsatzleitung. Vorgefunden wurde ein Junge, welcher sich beim Spielen an einem PKW das Bein eingeklemmt hatte. Peter, heute Abend auf der Position des Melders, übernahm umgehend die schonende Betreuung des kleinen Patienten. Schnell und konzentriert wurde währenddessen vom Wasser- und Schlauchtrupp der Ablageplatz für die benötigten Werkzeuge aufgebaut. Der Wagen wurde indes vom Angriffstrupp gesichert. Unter Zuhilfenahme von hydraulischem Rettungsgerät (hier der Spreizer) konnte der Wagen gezielt angehoben und der Junge somit aus seiner misslichen Lage befreit werden. Gerade einmal 7 Minuten haben die Kameraden für die Bewältigung dieser Einsatzübung benötigt. Eine mehr als respektable Zeit!

Erschöpft aber mit sich und der geleisteten Arbeit unter schwierigen Bedingungen zufrieden haben wir den langen Abend bei Getränken und Snacks um 22:30 Uhr ausklingen lassen. Allen Unterstützern dieser Übung u.a. Jessica Friedrich (danke für die Fotos!) sowie allen Anwohnern, welche wir eventuell mit Lärm und Rauch aufgeschreckt haben, spricht die Feuerwehr ihren herzlichen Dank aus. Wer zukünftig bei uns mitmachen möchte, ist jeden Mittwoch Abend herzlich gern gesehen. Unseren Terminplan findet ihr hier. [LK]

24.01.2018 - Mehrzweckzug und Motorflex

Trennschleifen mit der Motorflex

Heute ging es einmal mehr praktisch zur Sache: unsere Ausbilder Sven und Maurice wollten zum einen den neue Stihl Motortrennschleifer selbst mal auf Herz und Nieren testen und zum anderen den Kameraden, die nicht jeden Tag mit solchem Gerät arbeiten, wichtige Hinweise zur sicheren Anwendung geben. Dieses Gerät ist auf unserem LF 8 verlastet, mit einer Diamantscheibe (350 mm) bestückt und wird verwendet, wenn Metall- oder Betonteile getrennt werden müssen, für die der elektrischer Trennschleifer und unsere Säbelsäge zu schwach sind. Das kann z.B. eine Leitplanke oder dickerer Stahl sein, und so haben wir zur Übung auch gleich einen Heizkörper und ein Stück einer Leitplanke zerschnitten. Ein beeindruckender Lärm und Funkenregen!

Mehrzweckzug im Einsatz

Auch gelegentlich notwendig ist unserer Mehrzweckzug MZ16, für den wir einen Erdanker neu 'reinbekommen haben. Der Erdanker wird mit überdimensionalen Stahlnägeln auf dem Erdboden "festgenagelt" und bietet dann einen Ankerpunkt, um z.B. Fahrzeuge am Abhang oder umstürzende kleine Bäume zu sichern. Der Mehrzweckzug mit seinem Stahlseil und Rundschlingen schafft dann dazwischen die stramme Verbindung bis zu 1,6 Tonnen Zuglast. Bei seiner Anwendung gibt es auch Sicherheitshinweise zu beachten, damit im Einsatz niemand zu Schaden kommt.

Insgesamt wieder ein spannender Dienst, der schließlich noch mit einer Wurst vom Grill abgerundet wurde. [PS]

 

...aus dem Jahr 2017 und davor...