Feuerwehr Kirchhorst 
- mitten im Dorf -

 

05.01.2018 - Jahreshauptversammlung mit ernsten Untertönen

Arnes Bericht zur JHV

Traditionell eröffnete unsere Ortsfeuerwehr Kiho am 5. Januar die Saison der Jahreshauptversammlungen in der Freiwilligen Feuerwehr Isernhagen. Bevor Ortsbrandmeister Arne Zilling im Rahmen seines Berichts das Jahr 2017 Revue passieren ließ, konnte er neben weiteren Gästen aus Politik, Feuerwehr und Verwaltung Isernhagens erste stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Müller und die neue erste Gemeinderätin, Nicole Jürgensen, begrüßen.

Arne machte in seinen Worten sehr deutlich, dass es neben den eigentlichen Hauptaufgaben der Brandschützer, retten, löschen, schützen und bergen, weitere Themen gibt, die die Aufmerksamkeit der Feuerwehr benötigen: „Als Kirchhorster und als Feuerwehrleute begrüßen wir die begonnene Dorfentwicklungsplanung "Kirchhorst 2040" und wollen sie unterstützen. Eine "neue Kirchhorster Mitte", kann es aber nur unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Feuerwehr geben.“ Er verdeutlichte den anwesenden Gästen, dass die Feuerwehr als direkter Nachbar von jeglicher Veränderung unmittelbar berührt würde und forderte die Politik auf, dies im Hinterkopf zu behalten. Außerdem sorgt sich Arne um die Personalstärke unserer Wehr. "Wir haben einen harten Kern, der zusammenhält. Insgesamt sind wir aber zu wenig aktive Feuerwehrleute. Kirchhorst wächst, nur profitieren wir nicht von diesem Pool der Neubürger. Im Frühjahr werden wir uns durch eine medienwirksame Aktion in die Wahrnehmung der Bürger bringen. Den letzten Schritt in unsere tolle Truppe können wir aber keinem abnehmen!"

Nach dem Bericht des Ortsbrandmeisters wurde der Bericht der Jugendwartin Meike Berkelmann mit Freude aufgenommen. Acht neue Mitglieder bereichern seit letztem Jahr die Jugendfeuerwehr, die nun insgesamt 13 Jugendliche umfasst. Gruppenführer Lars Knoche ging in seinem Bericht auf die Einsatz- und Übungsaktivitäten der Feuerwehr ein: 19 Einsätze, davon 6 Brandbekämpfungen und 12 technische Hilfeleistungen, prägten das Jahr. Nach einem neuen Ausbildungskonzept wurden 43 Übungsdienste durchgeführt. Die Einsatzabteilung leistete dabei über 2.300 Stunden unentgeltliche, ehrenamtliche Arbeit. „Das ist eine starke Leistung für unser Dorf“, so Lars.

Beförderungen durch Orts- und Gemeindebrandmeister

Zum Abschluss freuten sich Arne und sein Stellvertreter Jörg Czechan über zwei Neuaufnahmen in die Einsatzabteilung: Nach jeweils sechs Jahren Dienst in der Jugendfeuerwehr bereichern seit einigen Wochen die neu ernannten Feuerwehrmänner Justin Friedrich und Sinan Vorbeck die Feuerwehr. Außerdem wurden befördert: Peter Schmidt und Sven Gotthard zum Oberfeuerwehrmann, Ricarda Behnsen zur Hauptfeuerwehrfrau und Sven Saager zum Hauptfeuerwehrmann, Lars zum Oberlöschmeister und Arne zum Brandmeister. Eine besondere Ehrung erfuhr Oberlöschmeister Heinz Wessarges: Er wurde für 70-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Heike Honigmann wurde für ihre 25 Jahre im aktiven Dienst geehrt.

Wie bei Hauptversammlungen üblich musste niemand hungern, und es kam nach dem offiziellen Teil auch der kameradschaftliche Anteil bis zur späten Nacht nicht zu kurz.

02.12.2017 - Weihnachtsmarkt in Kirchhorst

Auch in diesem Jahr waren die Kirchhorster Feuerwehren wieder beim hiesigen Weihnachtsmarkt mit von der Partie. Traditionell wurde am Lagerfeuer kostenlos Stockbrot für die Kinder und Glühwein für die Kameraden und Freunde der Wehren angeboten. Als besonderes Spektakel bleibt uns diesmal die vom benachbarten Schausteller angebotene Feuerwehr-Sonderfahrt im Kinderkarussell in Erinnerung. Nicht ganz ernst gemeint, aber lustig anzusehen ;-) !

 

04.08. – 06 08.2017 – Feuerwehr Kirchhorst bei 36-Stunden-Übung gefordert

Zum zweiten Mal nach 2016 nahm die Ortsfeuerwehr Kirchhorst an der von Gemeindebrandmeister Clive von Plehn und seinem Stab ausgearbeiteten 36-Stunden-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Isernhagen teil.

Wir neun Feuerwehrleute bezogen am Freitagnachmittag unser Zelt auf dem Bauhof in Altwarmbüchen. Dieses Objekt diente allen Isernhägener Feuerwehren über das Wochenende als Unterkunft und Feuerwache.

Die Einsätze ließen nicht lange auf sich warten. Bereits am Freitagabend, kurz nach dem Abendessen, eröffneten wir gemeinsam mit den Kameraden aus Stelle den Übungsmarathon: „Kellerbrand Grundschule Isernhagen HB, zwei vermisste Personen“. Die lange Anfahrt ermöglichte uns eine gewisse Vorbereitung. Die Atemschutzgeräteträger rüsteten sich aus, Ortsbrandmeister Arne Zilling konnte den Trupps die einzelnen Aufgaben zuweisen und jeder hatte Zeit, sich auf das kommende Szenario einzustellen. Vor Ort standen wir nur leider vor dem falschen, verschlossenen, Schuleingang! Im Realeinsatz hätte uns die ortsansässige Feuerwehr (oder der Qualm) eingewiesen, so hat uns dieser Fehler darauf aufmerksam gemacht, wie unbezahlbar gute Ortskenntnis ist. Nach der erfolgreichen, aber anstrengenden Rettung und Brandbekämpfung im Keller und dem Rückbau der vielen Schläuche konnten wir den gemütlichen Teil des Abends gemeinsam mit den Kameraden aus den anderen Ortswehren kaum erwarten. 

Der Samstag begann für uns mit einer technischen Hilfeleistung. Wie retten wir einen Arbeiter von einem Überseecontainer, nachdem er durch einen Unfall bewegungsunfähig geworden ist? Für uns kein Problem, der sogenannte „Leiterhebel“ war innerhalb weniger Minuten aufgebaut, und wir ließen die Übungspuppe auf der Trage sanft zu Boden schweben.

Anspruchsvoller war dann schon der brennende Spänebunker in einer Tischlerei in Isernhagen FB. Wie kann ich die Umgebung schützen, brennt es eventuell auch am anderen Ende der Zuführungsleitung und was passiert, wenn der Angriffstrupp plötzlich die Tür zum Bunker öffnet und damit dem Feuer zusätzlichen Sauerstoff zuführt? Auf alle diese Fragen musste der Gruppenführer Antworten finden und in entsprechende Einsatzbefehle für seine Gruppe übertragen. Das war für uns alle eine Herausforderung, aber wir haben sie erfolgreich gemeistert!

Bevor am späten Nachmittag mit der technischen Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall für unsere Gruppe der Höhepunkt der 36-Stunden-Übung auf dem Programm stand, forderten uns der simulierte Böschungsbrand an einer Bahnstrecke in Isernhagen HB sowie die kombinierte Menschenrettung und Brandbekämpfung auf einem ehemaligen Bauernhof in Kirchhorst. Aber auch diese Szenarien konnten wir unter der Leitung von Gruppenführer Lars Knoche erfolgreich bewältigen.

Die abschließende technische Hilfeleistung sah die Menschenrettung aus einem PKW vor, der nach einem Unfall auf dem Dach zum Liegen gekommen war. Unsere Gruppe bewies hierbei, dass die verstärkte Ausbildung am Hilfeleistungssatz erfolgreich war. Nach der vorbildlichen Stabilisierung des PKW, die sogar die erfahrenen Beobachter beeindruckte, konnte das Fahrzeugdach entfernt und die Übungspuppe erfolgreich vom Fahrersitz gerettet werden.

Nach dieser tollen Leistung verließen wir die Einsatzstelle stolz und voller Vertrauen in unsere Möglichkeiten.

Team aus Kirchhorst nach der letzten Übung

Neben den feuerwehrtechnischen Herausforderungen hielt das Wochenende für uns aber auch eine Teamübung und Zeiten zur Erholung und zum kameradschaftlichen Austausch bereit. Hast Du schon einmal probiert, aus Feuerwehrgerätschaften eine funktionierende Schaukel zu bauen?

Der zweite Abend im Camp klang noch einmal am Lagerfeuer gemütlich aus, auch wenn das Wetter nicht vollständig mitgespielt hat.

Am Sonntagmorgen ging es nach dem abschließenden Frühstück wieder zurück nach Kirchhorst, wo noch alle Fahrzeuge und Einsatzmittel wieder einsatzbereit hergerichtet wurden.

Unser Dank für das schöne Wochenende geht an das Deutsche Rote Kreuz, hier die Ortsgruppe Isernhagen, für die prima Verköstigung und natürlich an die Gemeindefeuerwehr für die Organisation dieser tollen Veranstaltung.


30.07.2017 - Sommer-Alternativ-Programm bei der Feuerwehr Kirchhorst

Unsere Sommerpause dauert noch bis zum 08.08.2017, genug Zeit also, dass wir uns einmal einer anderen Herausforderung stellen: Am Sonntag, 30.07.2017, haben wir gemeinsam mit unseren Familien nach einem wunderbaren Frühstücksbuffet im Gerätehaus die Boßelkugel in die Hand genommen.

Svenja und Ricarda hatten einen Rundkurs in der Kirchhorster Feldmark zwischen Großhorst und der Gartenstadt Lohne ausgearbeitet. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir die Strecke in vier Gruppen und vier Kugeln in Angriff.



Waren die ersten Würfe auf Asphalt noch einigermaßen gut zu kalkulieren, so zeigte sich auf dem Streckenabschnitt vor dem Osterfeuerplatz, wer von uns wirklich Gefühl für die schweren Kugeln im Handgelenk hatte. Irgendwie mussten alle Gruppen an der einen oder anderen Stelle in das Gebüsch neben dem Weg abtauchen, um die Kugel wieder an das Tageslicht zu befördern.


Auf halber Strecke wartete Svenja mit der Verpflegung auf uns. Insbesondere die Getränke wurden bei den hohen Temperaturen freudig herbeigesehnt.

Obwohl es danach alle Gruppen nochmal wissen wollten und sich richtig ins Zeug legten, war das Ergebnis am Ende zweitrangig. Wichtig war nur, dass die "Kommando-Crew", u.a. Ortsbrandmeister, Stellvertreter und Gruppenführer, abgeschlagen auf dem vierten Platz landete. :-)

Vielen Dank an Svenja und Ricarda für die tolle Organisation des Tages!

PS: Bis auf eine Kugel, über die sich jetzt wahrscheinlich die Lohner Teichfrösche freuen, sind alle Kugeln wohlbehalten wieder angekommen.